FSV Reimlingen e. V.

Vereinschronik

07. April 1958. Damals fanden sich im Gasthaus Braun in Reimlingen sportbegeisterte Leute mit der Absicht ein, einen Sportverein zu gründen.

Unter der Führung von Edmund Ratka sen. und Georg Strobel erklärten sich 57 Personen bereit, durch ihre Unterschrift einen Verein ins Leben zu rufen. Der Verein erhielt den Namen "Fußballsportverein Reimlingen", weiß und blau waren seine Farben. Zum ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung Sebastian Götz sen. Nach Ausarbeitung einer Vereinssatzung wurde der FSV am 28. Mai 1958 Mitglied im Bayerischen Landessportverband e.V.

Im ersten Jahr nahmen eine Seniorenmannschaft und eine Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil. Bereits im 3.Spieljahr wurde die 1. Mannschaft Meister in der C-Klasse Nord 1, der zum Aufstieg in die B-Klasse berechtigte. 1962 wurde Xaver Tischinger sen. zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Der Begeisterung und den Erfolgen stand die Misere Sportgelände gegenüber. Während die Gemeinde mit dem Bau eines Sportplatzes begann, wurde aus so mancher umliegenden Wiese ein Sportplatz. In dieser Zeit hieß der Wahlspruch des Vereins: "FSV - Du mußt wandern, von einer Wies zur andern." Neben Senioren- und Jugendmannschaften kämpften jetzt auch Schülermannschaften um Punkte und Siege. Im Laufe der Zeit wechselten Erfolg und Mißerfolg. Meisterschaften konnten gefeiert, Abstiege mußten verkraftet werden.

Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht Nördlingen erfolgte am 23. August 1964. In den Jahren 1968 bis 1970 erfolgte der Bau der vereinseigenen Umkleidekabinen mit Sanitären Anlagen Am Sommerkeller in Reimlingen.

Von 1970 bis 1973 leitete Georg Strobel die Geschicke des Vereins. Unter seiner Führung wurde am 20. Juli 1971 die Gründung einer Frauengymnastikabteilung beschlossen, die ihre wöchentlichen Übungsstunden im Turnsaal der Grundschule abgehalten hat.

Im April 1973 wurde der Verein um eine Mädchenhandballabteilung erweitert, die durch eine Damenmannschaft ergänzt wurde. Nachdem anfangs vornehmlich Feldhandball gespielt wurde, dominierte später das Hallenspiel in der Schiller- und später in der Hermann-Keßler-Halle in Nördlingen. Trotz der relativ jungen Abteilung kam man bereits sehr früh zu Meisterehren.

Ab 1974 war Lorenz Hurler 1. Vorsitzender des FSV Reimlingen. 1978 feierte der Verein sein 20jähriges Gründungsfest. Dabei konnten 34 Mitglieder für 20jährige Vereinszugehörigkeit mit der bronzenen Vereinsnadel ausgezeichnet werden. 

Im Jahre 1981 begannen die Planungen für die Erweiterung des Sportgeländes. Nach der Genehmigung durch den Gemeinderat wurde eine Vereins- und Schulsportanlage errichtet. Der Spatenstich für das in mehrere Bauabschnitte aufgeteilte Objekt wurde 1982 vollzogen. Auf Antrag erfolgte am 08. Juli 1981 die Anerkennung des Vereins als steuerbegünstigte Körperschaft durch das Finanzamt Augsburg Stadt 

1983 feierte der FSV sein 25jähriges Jubiläum und gleichzeitig das 10jährige Bestehen der Handballabteilung. Unter anderem wurden bei dieser Feier 19 Mitglieder für ihre Treue und Ihre Tätigkeiten im Verein durch den Bayerischen Fußballverband ausgezeichnet.

In der Zeit von 1982 bis 1986 wurde das obere Sportgelände mit Sportplatz, Tennis- und Schulsportanlage erstellt. Die Finanzierung wurde von der Gemeinde Reimlingen übernommen. Gleichzeitig hatten die Mitglieder des FSV in 5000 freiwilligen Arbeitsstunden ihren Beitrag dazu geleistet.

Helmut Sobek wurde 1986 zum 1. Vorsitzenden gewählt und führte dieses Amt bis 1990 aus. Im Jahr 1988 wurde das erweiterte Sportheim mit saniertem Kabinentrakt und neuem Wirtschaftsraum seiner Bestimmung übergeben.

Sportlich ging es während dieser Phase steil bergauf. Mit Jürgen Kornmann als Trainer schaffte die sehr junge Mannschaft um Torjäger Peter Tischinger 1988 den Aufstieg in die B-Klasse Nord I. 1991 wurde nach drei gewonnenen Entscheidungsspielen gegen den TSV Fremdingen, FC Lauingen und SV Genderkingen der bis dato größte Erfolg in der Vereinsgeschichte mit dem Aufstieg in die A-Klasse Nord gefeiert. Verantwortlich waren hier Trainer Emil Klaß sowie Abteilungsleiter Heribert Krause.    

Georg Tischinger übernahm den Vorsitz des Vereins in den Jahren 1990 bis 1994. In dieser Zeit wurden die Reimlinger Jugendtage unter Jugendleiter Karl Bosch ins Leben gerufen, die auch bis heute noch jedes Jahr ausgerichtet werden. In den Anfangsjahren waren sogar immer wieder Bundesliganachwuchsmannschaften in Reimlingen am Start.

Ab 1994 war Georg Wörle bis zum Jahr 2000 Vorsitzender des Vereins. Seit März 2000 wird der FSV Reimlingen von seinem bis dato jünsten Vorstand Markus Rathgeber, der dieses Amt mit 28 Jahren übernahm, bis zum heutigen Tag geführt 

Erstmals Meister der Kreisklasse unter Trainer Thomas Riedel wurde der FSV im Jahr 2002, gleichzeitig rundeten die Titel der D11- und F-Junioren das sportlich erfolgreiche Jahr ab.

Im Dezember 2004 wurde der FSV durch den Bayerischen Fußballverband bei einem Festakt im Schloß mit dem Gütesiegel "Silbene Raute" für hervorragende Vereinsarbeit ausgezeichnet. 

Im Jahr 2006 schaffte Spielertrainer Nico Tengler mit der 1. Mannschaft die sofortige Rückkehr in die Kreisliga als Vizemeister der Kreisklasse Nord.

Nachdem die vorhandenen Räumlichkeiten vor allem für den Sportbetrieb zu klein geworden waren und mittlerweile auch Mädchenmannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, begann der FSV im Oktober 2006 mit der Erweiterung des Vereinsheimes um mehrere Kabinen, Kellerräume, Sanitäre Anlagen und einer neuen Küche. Das 350.000,00 Euro incl. Eigenleistung umfassende Projekt wurde im Juli 2008 pünktlich zum 50jährigen Bestehen im Juli desselben Jahres eingeweiht. 

In diesem Rahmen wurde dem FSV durch den Bayerischen Fußballverband die "Goldene Raute" verliehen. Die Mitglieder des Vereins leisteten an der Sportheimerweiterung mit 15.000 freiwilligen Arbeitsstunden ihren Beitrag. Hinzu kam im Jahr 2010 die Installation einer Solaranlage durch den FSV und einer Photovoltaikanlage durch die Gemeinde.

Nach einer sportlichen Talfahrt mit 2 Abstiegen hintereinander bis zur A-Klasse, schaffte Trainer Sener Sahin ab 2011 in 4 Jahren den zweimaligen Aufstieg zurück in die Kreisliga Nord. Hier wurde die 1. Mannschaft Meister in der A-Klasse sowie 2 Jahre später in der Kreisklasse. Ebenfalls meisterlich präsentierte sich in dieser Phase unsere Reservemannschaft, die zusammen mit der Ersten das Double feiern konnte. Dominik Kohnle glänzte in zwei Jahren hintereinander als Torschützenkönig der Kreisklasse Nord mit 28 bzw. 34 Treffern. 

Eine sehr hohe Anerkennung wurde dem FSV im Juli 2014 durch den BFV zuteil. Mit der Auszeichnung zur 2. Goldenen Raute mit Ähre befindet sich damit der Verein seither im Elitekreis der Vereine im Landkreis Donau Ries, was die Aktivitäten, die Jugendarbeit und das Ehrenamtliche Engagement betrifft. 

Im Juli 2015 übernahm Trainer Thomas Strauß die junge Mannschaft um das Abenteuer Kreisliga anzugehen. Gegründet und zum Spielbetrieb angemeldet wurde hier auch erstmals in der Vereinsgeschichte eine Damenmannschaft mit den Betreuern Matthias Wolf und Bernd Saur.

Im Jahr 2015 zählt der FSV Reimlingen 625 aktive und passive Mitglieder wobei ca. ein Drittel unter 18 Jahre alt sind.

Der Verein unterhält derzeit:

- 1 AH-Mannschaft
- 1 Damenmannschaft
- 2 Seniorenmannschaften
- 10 männliche Jugendmannschaften 
- 2 weibliche Jugendmannschaften
- Hobbykicker
- Walkinggruppe
- Sport für Jedermann
- Fördergruppe Fußball